Nordmarkt
 
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Das Quartier Nordmarkt

Das Quartier Nordmarkt liegt in der Mitte der Nordstadt. Zentrale Orte im Quartier sind die Münsterstraße als Einkaufs- und Gastronomieviertel sowie der Nordmarkt mit seinen vielen Funktionen als Markt- und Veranstaltungsplatz wie auch als kleine Park- und Grünanlage mit Kinderspielplatz.

Das Quartier ist im südlichen Bereich dicht besiedelt. Hier befinden sich allein vier der sieben Grundschulen des Stadtteils, eine Gesamtschule sowie 15 Kindertageseinrichtungen. Ein flächendeckendes Ganztagsangebot der Schulen macht das Quartier für Familien attraktiv. Der Hauptbahnhof, viele kulturelle Einrichtungen sowie die Einkaufszentren im Citybereich sind fußläufig erreichbar. Diese ausgezeichnete Verkehrsanbindung macht das Wohnen im Quartier attraktiv. An einigen Stellen wird dies jedoch zum Problem: Die Mallinckrodtstraße in Ost-West-Ausrichtung ist nicht nur mit PKW-, sondern auch mit Schwerlastverkehr belastet. In Nord-Süd-Richtung herrscht auf der Born- und Münsterstraße (B 54) ein erhebliches Verkehrsaufkommen.

Im nördlichen Teil haben sich große Einzelhandelsunternehmen von Bau- und Gartenmärkten über Einrichtungs- bis hin zu Autohäusern mit überregionaler Bedeutung angesiedelt. Diese Entwicklung setzt sich fort, z.B. mit der Errichtung des Hornbach Zentrums an der Brunnenstraße. Noch immer geprägt vom Strukturwandel und dem Wegfall vieler industrieller Arbeitsplätze ist die Arbeitslosigkeit in der Wohnbevölkerung groß. Die Bewohnerschaft ist aktiv: Viele gewerbliche Initiativen, oft kleine Familienbetriebe, haben interessante Geschäfte hervorgebracht, in denen man international einkaufen kann. Auch in der Gastronomie gibt es wahre Geheimtipps. Vereine und Initiativen unterschiedlicher ethnischer und lebensweltlicher Kultur bilden eine vielfältige Szene. Das wird besonders dann deutlich, wenn Veranstaltungen im Quartier stattfinden. Mit Einrichtungen wie dem Quartierszentrum Wichern haben diese Initiativen Raum und Bühne, um sich weiter zu entwickeln. Es ist darüber hinaus Veranstaltungsstätte für Kleinkunst aller Art, Seminare, Tagungen und Feiern.

Auch auf einem anderen Gebiet sind die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv: Sie haben eine Beteiligungskultur von unten entwickelt. Über Gesprächsrunden mit Vertretern von Behörden und aus der Politik, die Bürger initiiert haben, entstanden Projekte. Der Verein "Rund um Hannibal und Heroldstraße e.V." erlangte mit seinem Projekt "Solidarische Nachbarschaft und Wohnumfeldverbesserung" Anerkennung und eine Auszeichnung im NRW-Landeswettbewerb "Nachhaltige Stadtentwicklung" im Jahre 1999. Ein Jahr später entstand nach ähnlichem Muster der Verein "Nordmarkt plus e.V.", gegründet von Menschen, die im Stadtteil leben und in Institutionen wie Schule, Kirche, Wohnungswirtschaft oder Gewerbebetrieben im Stadtteil arbeiten. Die interdisziplinäre Vernetzung, der regelmäßige Austausch in Gremien, wie dem Gesprächskreis Nordmarkt, führen zur Entwicklung vieler gemeinsamer Projekte und Veranstaltungen.